Abteilung für Psychotherapie und Psychosomatik
Zur Abteilung für Psychotherapie und Psychosomatik gehören
- Haus 7 mit den Stationen 7A, 7B und 7C
Einleitung
Die Stationen in Haus 7 sind Spezialstationen zur Diagnostik und Akutbehandlung von Männern und Frauen ab 18 Jahren, die überwiegend an folgenden Störungen leiden:
- Angsterkrankungen, insbesondere Agoraphobie, soziale Phobie, Panikstörung, generalisierte Angststörung
- Zwangsstörungen, sowohl Zwangshandlungen als auch Zwangsgedanken
- Depressionen, insbesondere in Zusammenhang mit psychosozialen Belastungssituationen
- Depressionen mit somatischem Syndrom
- Anpassungsstörungen und Belastungsreaktionen nach einschneidenden Lebensereignissen, z.B. Verlusterlebnisse, schwere Unfälle
Im Rahmen eines telefonischen Vorgespräches durch den Casemanager werden Behandlungskonzept und Rahmenbedingungen erläutert, erste mögliche Therapieziele besprochen und ein Aufnahmetermin vereinbart. Eine Behandlung von Patienten, bei denen eine Suchterkrankung oder eine psychotische Störung im Vordergrund steht, ist auf dieser Station nicht möglich.
Behandlungsangebot
Hauptziel der Therapie ist die Besserung der individuellen Symptomkonstellation, z. B. Verbesserung und Stabilisierung der Stimmung, Reduktion von Angst- und Zwangssymptomen, Normalisierung des Essverhaltens.
Außerdem soll der Patient in die Lage versetzt werden, die individuellen Entstehungsbedingungen seiner Störung zu erkennen und zu verändern, hierzu gehören auch die Verbesserung der Selbstwertschätzung und der sozialen Kompetenz sowie der Selbstfürsorge.
Die Behandlung erfolgt im Rahmen eines kognitivverhaltenstherapeutischen Konzeptes unter Einbeziehung der aktuellen Weiterentwicklungen und integriert psychodynamische, systemische und gestalttherapeutische Elemente.
Es erfolgt eine individuelle Indikationsstellung und Beratung bzgl. ergänzender Psychopharmakotherapie.
Der Sozialdienst berät und unterstützt bei beruflichen, behördlichen oder finanziellen Angelegenheiten.
Angehörige können in die Therapie mit einbezogen werden.
Einzelne Bestandteile der Therapie sind:
- psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche, Visiten
- ggf. Angehörigengespräche
- (begleitete) Expositionsübungen, ggf. auch im häuslichen Umfeld
- Training sozialer Kompetenz
- körperorientierte Verfahren (Tanztherapie, Körperwahrnehmung, Entspannungstraining, Sport, Physiotherapie)
- gestalterische Verfahren (Gestaltungsgruppen, Ergotherapie)
- Kochgruppen
- pflegetherapeutische Gruppen zur Anleitung der Alltagsstrukturierung (Abendrunden, Stationsrunden, Freizeitaktivitäten)
- ggf. Bewerbungstraining
- ggf. therapeutischer Arbeitsversuch
- therapeutische Belastungserprobungen in das häusliche Umfeld zur Entlassungsvorbereitung
Es stehen 63 Behandlungsplätze in Ein- und Zwei-Bett-Zimmern auf drei Stationen zur Verfügung. Die Stationen bieten großzügige Aufenthaltsräume, Rückzugsmöglichkeiten und ein Wohlfühlbad. Unsere ärztlichen und psychologischen Therapeuten untersuchen den Patienten umfassend und führen ergänzend testpsychologische Untersuchungen durch, um individuelle Schwerpunkte der Therapie festlegen zu können. Körperliche Begleiterkrankungen werden umfassend mitbehandelt. Die Pflege arbeitet nach dem Bezugspflegekonzept. Es findet ein enger Austausch aller an der Therapie beteiligter Mitarbeiter statt, Pflege und Therapeuten stimmen sich bezüglich der Therapie und Pflegeplanung regelmäßig ab.


