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PRIVAT-NERVEN-KLINIK

DR. MED. KURT FONTHEIM

Lindenstraße 15

38704 Liebenburg

 

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Abteilung für Doppeldiagnosen

Zur Abteilung für Doppeldiagnosen gehört

  • Haus 10

Einleitung

Die Abteilung für Doppeldiagnosen bietet als neueste Abteilung unserer Klinik ein ergänzendes stationäres Behandlungsangebot für Patientinnen und Patienten, die einerseits an einer psychischen Störung mit Depressionen, Ängsten oder anderen emotionalen Problemen leiden, andererseits aber auch einen Missbrauch oder eine Abhängigkeit von Suchtmitteln wie Alkohol, Drogen oder bestimmten Medikamenten haben.

In vielen Kliniken werden psychische Erkrankungen und Abhängigkeitsstörungen grundsätzlich in verschiedenen Abteilungen behandelt, was den recht zahlreichen Betroffenen mit einer kombinierten (sog. komorbiden) Problematik nicht immer gerecht werden kann. Unsere Abteilung bietet hier eine für jeden Patienten individuelle Diagnostik und Therapie, die das Zusammenwirken beider Aspekte erfasst und qualifiziert behandelt. Generelles Ziel dieser integrativen Behandlung ist es, den Betroffenen Wege zu eröffnen, wie sie ohne den Konsum von Suchtmitteln ihre Depressionen, Ängste und emotionalen Probleme überwinden können.

Neben einer Besserung des seelischen Befindens bearbeiten wir in der Therapie auch andere Themen wie eine zufriedene und selbstbestimmte Lebensführung, das Vorbeugen erneuter Rückfälle, das Bewältigen entstandener Probleme in Partnerschaft, Familie sowie in Ausbildung oder Arbeit oder die Linderung von begleitenden körperlichen Beschwerden.

 

Die Voraussetzungen

Wir bieten eine stationäre Akutbehandlung für erwachsene Frauen und Männer bis zum ca. 65. Lebensjahr mit mindestens einer der folgenden psychischen Erkrankungen:

  • Depressionen verschiedener Ausprägung und Ursache
  • Angststörungen, insbesondere Panikstörungen, Phobien, ausgeprägte soziale Ängsten sowie generalisierte Angststörung
  • Ausgeprägte Störungen des emotionalen Erlebens, z.B. im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung oder als Folge einschneidender bzw. traumatisierender Lebenserfahrungen

Die Betroffenen haben zudem einen missbräuchlichen oder abhängigen Konsum mindestens eines der folgenden Suchtmittel:

  • Alkohol
  • Medikamente wie Beruhigungsmittel oder Schmerzmittel
  • Illegale Drogen wie z.B. Cannabis, Kokain, Opiate, Amphetamine oder Halluzinogene.

Behandlungsangebot

Das Behandlungskonzept basiert auf einem mehrstufigen Vorgehen.

Am Anfang werden in ausführlichen Gesprächen mit einem Therapeuten die psychischen Beschwerden und Symptome erfasst und nach anerkannten Kriterien bestimmten Diagnosen zugeordnet. Wir erfragen auch detaillierte Informationen über den Suchtmittelkonsum einschließlich möglicher Entzugs- und Folgeerscheinungen. In einer ärztlichen Untersuchung erheben wir den körperlichen Befund. In der Diagnostik setzen wir bei Bedarf auch neuropsychologische Testungen, Laboruntersuchungen von Blut und Urin, EKG, Hirnstrommessungen (EEG) oder bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) und Magnetresonanz-tomografie (MRT) ein.

Nach Besprechung der Untersuchungsergebnisse und der diagnostischen Einschätzung legen die Therapeuten gemeinsam mit dem Patienten die Therapieziele und geeignete Behandlungsstrategien fest. Unser Ziel ist eine individuelle Behandlung, welche Motivation und Ziele des Patienten ebenso berücksichtigt wie neueste medizinische Standards und Leitlinien. Dabei sollen in einem integrativen Ansatz neben den psychischen Erkrankungen immer auch der Konsum von Suchtmitteln behandelt werden.

In einzelnen Fällen kann es notwendig sein, dass vor Beginn dieser Therapie eine qualifizierte Entgiftung von dem Suchtmittel erforderlich ist. Diese kann in der benachbart gelegenen Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen (Haus 9) unserer Klinik erfolgen.

 

Bestandteile der Therapie

Konkret stellen wir für jeden Patienten einen Therapieplan aus verschiedenen Elementen zusammen, den wir im Behandlungsverlauf ggf. neu anpassen können. Zu diesen Elementen gehören:


Einzeltherapiegespräche

In diesen Gesprächen legen z.B. die jeweiligen ärztlichen oder psychologischen Bezugstherapeuten mit dem Patienten Behandlungsziele fest und wenden psychotherapeutische Verfahren zur Klärung von Ursachen, den Zusammenhängen und dem Verlauf der individuellen Probleme sowie zu deren Besserung an. Dabei stehen uns neben Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie auch verschiedene andere psychotherapeutische Ansätze zur Verfügung.


Visiten und ärztliche Sprechstunden

Hier klären wir über medikamentöse Behandlungen auf, leiten sie ein, optimieren sie. Zudem machen wir z.B. körperliche Beschwerden und den Behandlungsverlauf zum Thema.


Gruppentherapien

In diesen Gruppen bearbeiten mehrere Patienten unter Anleitung von Mitgliedern des Behandlungsteams störungsspezifische Themen. Das Ziel ist dabei Informationen zu Ursachen, Beschwerden und Behandlungsmöglichkeiten der jeweiligen Problematik zu vermitteln, wobei die Patienten gerade auch vom Erfahrungsausstauch mit anderen Betroffenen profitieren.

Wir bieten aktuell Gruppen zu folgenden Schwerpunkten an:

  • Angstörungen
  • Depressionen
  • Abstinenzmotivation und Rückfallvermeidung bei Suchtmittelkonsum

Ergänzend bieten wir Elemente des sozialen Kompetenztrainings zur Bewältigung von Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Kontakt an und das Training sog. Skills (Fertigkeiten) zum besseren Umgang mit emotionalen Anspannungszuständen, letzteres sowohl als Einzeltherapie wie auch in abendlichen Gruppensitzungen.


Entspannungsverfahren

Patienten können unter qualifizierter Anleitung Entspannungstechniken zur Reduktion psychischer Beschwerden wie körperlicher Symptome und zur Besserung des allgemeinen Wohlbefindens erlernen. Wir bieten Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training, aber auch auf fernöstlichen Traditionen basierende Verfahren wie Qigong und Ohrakupunktur nach dem NADA-Protokoll.


Ergotherapie

Die Mitarbeiter der Ergotherapie machen sehr unterschiedliche Angebote, wobei es vor allem um die Frage geht, welche Veränderungen der Patienten in seinem Alltag anstrebt und wie er diese erreichen kann. Verbesserung der Selbstwahrnehmung, Ausbau der Selbstfürsorge, Training von Alltagskompetenzen sowie Umgang mit Konflikten sind nur einige Themen.


Sport / Bewegungs- und Physiotherapie

Nach einem mit dem Patienten abgesprochenen Konzept machen die physiotherapeutischen Mitarbeiter diverse sportliche und physiotherapeutische Angebote, wobei Einzel- und Gruppentherapie dazu gehören. Ziele sind neben einer Verbesserung von Antrieb, Selbstvertrauen und Fitness u.a. auch eine Reduktion von körperlichen Beschwerden wie Schmerzen, Schlafstörungen und Verspannungszuständen.


Soziotherapie / Sozialdienst

Das sozialdienstliche Angebot orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Patienten. Sozialdienstmitarbeiter beraten und unterstützen den Patienten bei sozialen Problemen, u.a. in den Bereichen Ausbildung und Arbeit, Finanzen, Behörden- und Wohnungsangelegenheiten, aber auch bei der Planung weiterer Unterstützung für die Zeit nach der stationären Entlassung.

 

Station und Behandlungsteam

Wir bieten in Haus 10 vierzehn vollstationäre Behandlungsplätze in 8 Ein- und 3 Zweibettzimmern an. Alle Zimmer sind großzügig ausgestattet und verfügen über eigene Bäder. Die Patienten nehmen die Mahlzeiten gemeinsam im Speiseraum der Station ein. Jedem Patienten sind als direkte Ansprechpartner eine Bezugspflegekraft und ein Bezugstherapeut zugeordnet.

Das multiprofessionelle Team besteht neben einem Arzt und einer Psychologin aus fachlich ausgebildeten Pflegekräften, einer Sozialarbeiterin, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten sowie den Stationshelferinnen. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu ermöglichen, stimmt sich das Team engmaschig ab und versucht, sich auf jeden Patienten individuell einzustellen. Über bestehende Regeln und Therapievereinbarungen klären wir jeden Patient ausführlich auf.

Falls Sie eine Behandlung in der Abteilung für Doppeldiagnosen wünschen, können Sie telefonisch, schriftlich oder per E-Mail mit unserem für Aufnahmen zuständigen Mitarbeiter (Case Manager) Kontakt aufnehmen.

 

 

im Fachkrankenhaus

 

Dr. med. Carsten Moschner
Oberarzt
Facharzt für Neurologie,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
moschner(at)klinik-dr-fontheim.de


Melanie Oestreich
Pflegerische Leitung
oestreich(at)klinik-dr-fontheim.de
Tel. 05346 81 0
Fax 05346 81 1334


bei Aufnahme im Fachkrankenhaus:

Korinna Wesner
Case Managerin
cm10(at)klinik-dr-fontheim.de
Tel. 05346 81 2901