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PRIVAT-NERVEN-KLINIK

DR. MED. KURT FONTHEIM

Lindenstraße 15

38704 Liebenburg

 

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Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen

Zur Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen gehören

  • die Entgiftungsstation
  • die Station für Sucht - Angst - Depression

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Einleitung

Unsere qualifizierte vollstationäre Entgiftungsbehandlung, deren Dauer abhängig ist von der konsumierten Substanz, komorbiden Störungen, Begleit- oder Folgekrankheiten, erstreckt sich in der Regel über einen Zeitraum von 14 Tagen. Wir haben für Sie ein Wochenprogramm entwickelt, das Ihre aktuelle körperliche und psychische Situation mitberücksichtigt und Sie motivieren soll, sich mit Ihrer Abhängigkeit auseinanderzusetzen. Wir wollen Sie auf diesem Weg begleiten, Sie unterstützen Ressourcen zu aktivieren, Lösungswege zu entwickeln und eine aktive Auseinandersetzung mit Ihrer Problematik zu fördern. Wir unterstützen Sie mit Motivations- und Informationsgruppen und aktivierenden Anwendungen wie Bewegungstherapie, Fitness und Qigong. Ihre Entzugssymptome werden neben der medikamentösen Unterstützung durch Akupunktur und verschiedene Entspannungstechniken behandelt. Die Einstellung auf Medikamente, die den Suchtdruck mildern (Anticravingsubstanzen), ist möglich.

Spezialbereich Sucht – Angst – Depression:

Angst und Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie führen nicht nur zu erheblichem Leiden und einer Minderung der Lebensqualität, sondern auch zu beruflichen und familiären Problemen. Die Symptome sind sehr vielfältig, oft bestehen eine gedrückte Stimmung, Antriebs- und Freudlosigkeit, Ängste oder Panikattacken und zahlreiche unspezifische körperliche Symptome. Um Symptome zu unterdrücken und einen normalen Alltag aufrechterhalten zu können, versuchen Betroffene häufig durch den Einsatz von Alkohol oder Schlaf- und Beruhigungsmitteln die Beschwerden zu mildern. So können sich über Jahre neben einer Angsterkrankung oder Depression ein Missbrauch oder eine Abhängigkeit entwickeln, die die Symptome weiter verstärken - es entsteht ein Teufelskreis. Oft ist es nicht möglich, die Erkrankungen voneinander zu trennen. Daher ist es wichtig, beides qualifiziert zu behandeln.

Die Voraussetzungen

Wir behandeln Menschen, die abhängig sind:

  • von Alkohol
  • von Medikamenten
  • von illegalen Rauschmitteln (Heroin, Kokain,Halluzinogene, etc.)
  • von Glücksspiel und Internet (im Spezialbereich Abteilung für Abhängigkeits- und komorbide Erkrankungen)
  • von mehreren Substanzen
  • Menschen im höheren Lebensalter und schwangere Suchtmittelabhängige.

Behandlungsangebot

Die Entzugsphase begleiten wir intensiv durch ein multiprofessionelles Team bestehend aus

  • spezialisierten Ärzten
  • hochqualifizierten Pflegekräften
  • Sozialarbeitern
  • Psychologen
  • Ergotherapeuten
  • Physiotherapeuten

Die Behandlung wird ergänzt durch einen Internisten, der körperliche Erkrankungen angemessen diagnostizieren und behandeln kann. Wir haben Standards für die Entgiftung bei Alkohol- und Drogenabhängigkeit entwickelt, die sich an nationalen Leitlinien orientieren. Die qualifizierte Entgiftung zeichnet sich besonders durch eine umfassende Informations- und Motivationsphase aus. Dies beinhaltet das Erkennen von Zusammenhängen zwischen Missbrauch und Abhängigkeit, der eigenen Persönlichkeit und dem sozialen Umfeld. Wir wollen Sie darin bestärken, auch nach der Entgiftung die Suchtbehandlung fortzusetzen, sich zum Beispiel für eine ambulante oder stationäre Rehabilitationsmaßnahme zu entscheiden.

Für Menschen, die neben einer Abhängigkeitserkrankung an einer Angst- oder depressiven Störung leiden, halten wir ein spezielles Angebot bereit (Abteilung für Abhängigkeits- und komorbide Erkrankungen). Wir führen eine genaue Diagnostik in Bezug auf psychiatrische und körperliche Erkrankungen durch. Sollte zunächst eine Entgiftung erforderlich sein, dauert diese ca. 7 Tage und ist abhängig von der konsumierten Substanz und evtl. Begleit- oder Folgekrankheiten. Anschließend wird die Behandlung von Depression oder Ängsten im gleichen Bereich nahtlos fortgesetzt. Wir haben ein spezielles Programm entwickelt, das u. a. neben Gesprächsgruppen, störungsspezifische Gruppen und Einzeltherapie umfasst, Entspannungstherapie, soziales Kompetenztraining und aktivierende Anwendungen. Falls erforderlich, erfolgt eine an Leitlinien orientierte antidepressive oder angstlösende medikamentöse Behandlung, ebenso ist die Einstellung auf suchtdruckreduzierende Medikamente (Anticravingsubstanzen) möglich.

Bestandteile der Therapie sind

  • medikamentöse Therapie
  • Einstellung auf suchtdruckreduzierende Medikamente (Anticravingsubstanzen)
  • Informations- und Motivationsgruppen
  • Einzelgespräche
  • autogenes Training
  • progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
  • Ergotherapie
  • Selbsthilfegruppen, Vorstellung der Beratungsstellen
  • Bewegungstherapie
  • Sport
  • Casemanagementberatung
  • Akupunktur
  • Angehörigenberatung
  • Rückfallanalyse
  • Erarbeitung eines Notfallplans
  • Medizinisch- therapeutisches Training
  • Themengeleitete Abendrunde
  • Soziales Kompetenztraining
  • Nordic Walking
  • Körpertherapie
  • Physikalische Therapie

Es stehen für die Entgiftung 24 Therapieplätze in 2-Bettzimmern, für den Bereich Abhängigkeits- und komorbide Erkrankungen 12 Therapieplätze in 2–Bettzimmern zur Verfügung. Große Speiseräume bieten die Möglichkeit, Mahlzeiten vom Büffet einzunehmen. Aufenthalts- und Gruppenräume ergänzen das räumliche Angebot. Die Bestandteile der Therapie sind im Wochenplan zusammengefasst, wobei die Teilnahme für alle verbindlich ist. Für die zahlreichen Sportangebote benötigen Sie Turnschuhe und Sportbekleidung. Ihre Freizeit gestalten Sie eigenständig nach Beendigung des regulären täglichen Therapieprogramms und an den Wochenenden.

Die Pflege arbeitet nach dem Bezugspflegekonzept. Es findet ein enger Austausch aller an der Therapie beteiligten Mitarbeiter statt. Umfassende Unterstützung und Beratung bietet der Sozialdienst unserer Station, der Sie auch bei beruflichen, behördlichen oder finanziellen Angelegenheiten berät.

 

im Fachkrankenhaus

 

Dr. med. Frauke Wabnitz
Oberärztin
Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Suchtmedizin
wabnitz(at)klinik-dr-fontheim.de


Melanie Oestreich
Pflegerische Leitung
oestreich(at)klinik-dr-fontheim.de
Tel. 05346 81 0
Fax 05346 81 1295

 

bei Aufnahme im Fachkrankenhaus:

Corinna Beyer
Case Managerin
cm9(at)klinik-dr-fontheim.de
Tel. 05346 81 2929