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PRIVAT-NERVEN-KLINIK

DR. MED. KURT FONTHEIM

Lindenstraße 15

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Therapieelemente aus der Traditionellen Chinesischen Medizin

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Akupunktur

Akupunktur ist eine Methode der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und wird seit einigen tausend Jahren zur Heilung von Erkrankungen und Linderung von Beschwerden eingesetzt. Die in der Klinik praktizierte Ohrakupunktur (nach dem NADA - Protokoll), wird sowohl zur allgemeinen Beruhigung und Entspannung als auch zur Reduzierung einer Entzugssymptomatik bei Abhängigkeit von Alkohol oder Medikamenten eingesetzt. Sie hilft, alle sich im Ungleichgewicht befindlichen körperlichen und psychischen Zustände zu regulieren. Die Behandlung nach dem NADA – Protokoll eignet sich als Basisbehandlung von Suchtkranken, psychiatrisch Kranken und Traumatisierten. Ohrakupunktur ist risikoarm und zeigt oft schon während der Behandlungssitzung eine unmittelbare Wirkung. Zur Behandlung werden 3-5 feine Stahlnadeln in beide Ohrmuscheln gestochen, die 45 Minuten im Ohr verbleiben.

Ziele und Wirksamkeit:

  • Akupunktur reduziert allgemeines Stressempfinden, führt zu Entspannung und innerer Ruhe.
  • Akupunktur hat einen wirksamen Einfluss auf die Emotionalität und eignet sich deshalb zur Öffnung für psychotherapeutische Behandlung.
  • Akupunktur wirkt stoffunspezifisch und reduziert somit die Entzugssymptomatik bei allen Formen von stofflicher Abhängigkeit.
  • Suchtakupunktur zeigt einen deutlichen Anti-Craving Effekt.
    Der natürliche Schlafrhythmus stellt sich relativ rasch ein.
  • Akupunktur regt die körpereigene Endorphinproduktion an und reguliert die Neurotransmitterwirkung, die durch den chronischen Opiatkonsum und/ oder die Methadonbehandlung verändert sind.
  • Akupunktur klärt die Gedanken, fördert die Gelassenheit, reguliert den Appetit, fördert die Konzentration, geistige und körperliche Kräfte werden wieder aufgebaut.

Qigong

Qigong ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl uralter Übungen zur Erhaltung der Gesundheit aus China. Auch wenn sich der Begriff Qigong erst vor wenigen Jahrzehnten in China etabliert hat, geht seine Geschichte viel weiter zurück. Weit älter ist der seit Jahrhunderten vor unserer Zeitrechnung, in der entsprechenden Literatur sehr häufig benutzte Begriff Yangsheng (Nähren bzw. Kultivieren des Lebens), der in umfassender Weise eine Kunst der Lebensführung, von der die Qi-Übungen nur einen Teil darstellen, beschreibt. Qigong bedeutet frei übersetzt "den Umgang mit der Lebensenergie erlangen". "Qi" ist die Bezeichnung für Lebensenergie und "Gong" bedeutet „Arbeit“ oder „Erfolg durch Ausdauer und Übung“ (COHEN 2006, 29). Da Qi ein dynamisches Prinzip ist, bestehen die wichtigsten Aufgaben im Qigong darin, dem Qi ein freies Fließen zu ermöglichen, verbrauchtes Qi auszuscheiden und frisches Qi aufzunehmen. Die Übungen können sowohl in weichfließenden Bewegungen ausgeführt werden, im Stand, in der Fortbewegung als auch im Sitzen oder Liegen.

Qigong fördert:

  • harmonisierendes Zusammenwirken von Körper, Geist und der Seele
  • Entspannungsfähigkeit
  • Stressreduktion
  • das Wohlbefinden
  • Steigerung der körperlichen und geistigen Kraft
  • die Körperwahrnehmung

Qigong hilft bei:

  • innerer Unruhe
  • physischer und. psychischer Überlastung
  • Erschöpfung
  • Verspannungen
  • Rücken- und Nackenbeschwerden

 

Es gibt sehr viele unterschiedliche Formen des Qigongs. Alles in allem zeigen sich jedoch vier Hauptströmungen, die zwar zahlreiche Übereinstimmungen, aber verschiedene Ziele und Methoden haben.

Die vier Hauptströmungen:

  • medizinisches Qigong (zur allgemeinen Gesundheitserhaltung oder zur Behandlung spezifischer Erkrankungen)
  • Qigong der Gelehrten und Philosophen der konfuzianischen und daoistischen Schule (eher meditatives Qigong um Emotionen und die Unruhe des Geistes zu bewältigen)
  • religiöses Qigong (zur Stärkung des Geistes (Shen) auf der Suche nach dem Nirwana (Buddhismus) oder der Unsterblichkeit (religiöser Daoismus)
  • Qigong in den Kampfkünsten (zur Unterstützung des Kampfkunsttrainings

 

Die Trennlinie zwischen den einzelnen Hauptströmungen ist nicht eindeutig definierbar. Die Übungen mit denen wir hier in der Klinik arbeiten, sind überwiegend dem medizinischen Qigong zuzuordnen. In erster Linie geht es bei uns darum, sich des eigenen Körpers bewusster zu werden und darüber die Verbindung zur Seele zu spüren. Zu spüren, was mir gut tut, welche Bewegungen und Bewegungsgeschwindigkeiten mir ganz persönlich jetzt am angenehmsten sind. Es werden überwiegend Einzelübungen durchgeführt, die jedoch durch Partnerübungen ergänzt werden, bei denen es darum geht, sich aufeinander einzustellen, sich zu vertrauen, Vertrauen abzugeben, loszulassen, seine eigenen Grenzen wahrzunehmen, zentriert zu bleiben oder miteinander im energetischen Kontakt zu sein. Ebenso kann die Stimme eingesetzt werden, um innere Schwingungen spüren zu lassen und so eine weitere Erlebnisdimension anzubieten, die den inneren Raum erweitern kann. Zudem findet in der Gruppe regelmäßig Meditation statt, unter anderem nach den Meditationstechniken aus dem Vipassana (Anapana) nach S.N. Goenka und Atemmeditation nach Thich Nhat Hanh.Literatur: COHEN, K. (2006): Qigong. Grundlagen Methoden Anwendung Verlagsgruppe Weltbild GmbH Augsburg.

Shiatsu

Shiatsu bedeutet wörtlich übersetzt Fingerdruck und ist eine Form energetischer Körperarbeit, die in Japan wurzelt und mit ganzheitlichem Ansatz die traditionelle fernöstliche Philosophie und Methoden der traditionellen Akupressur mit modernen, auch westlichen Massage- und Dehnungstechniken verbindet. In einer Shiatsusitzung geht es darum, dem Menschen als Menschen im Hier und Jetzt zu begegnen und ihn als Ganzes, in dem Körper und Geist eine Einheit bilden, wahrzunehmen. Das harmonische Zusammenwirken von Körper und Geist entsteht und besteht aus dem Vorhandensein von unserer Lebensenergie (im Japanischen „Ki“ genannt). Mit weichen, fließenden Bewegungen, kombiniert mit sanftem Druck mit Fingern, Ellbogen und Knien wird durch das Shiatsu die Verteilung und der Fluss unserer Lebensenergie unterstützt. Shiatsu wird am bekleideten Körper durchgeführt, ist für Menschen jeden Alters geeignet und kann im Liegen, Sitzen, auf einem Futon am Boden, einer Liege oder auf dem Stuhl durchgeführt werden.

Die Gebende stellt sich mit ihrer Ausrichtung und Berührung ganz auf den jeweiligen Empfänger ein. Durch diese individuelle Begegnung gibt Shiatsu dem Patienten die Möglichkeit, sich auf eine tiefe Weise zu erfahren und zu erspüren, was ihm einen neuen Erlebnisraum und den Zugang zu sich selbst öffnen kann.

Shiatsu fördert:

  • Entspannungsfähigkeit
  • Abbau von Stresssymptomen
  • innere Wahrnehmung
  • Kontakt zu sich selbst
  • Vitalität und Lebensfreude
  • Gelassenheit und Wohlgefühl
  • Stärkung des Immunsystems

Shiatsu hilft bei:

  • physischer und. psychischer Überlastung
  • Erschöpfung
  • Ruhelosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Menopause
  • Verspannungen
  • Rücken- und Nackenbeschwerden

„Shiatsu“ – in der Gruppe

Ergänzend zu den Einzelsitzungen wird in unserer Klinik auch „Shiatsu“ – in der Gruppe angeboten. Ausgewählte Elemente aus dem Shiatsu und dem Qigong sowie verschiedene Meditationsformen werden hier miteinander verbunden. Es geht hierbei nicht darum, Shiatsu zu erlernen, um anschließend in der Lage zu sein, anderen Menschen Shiatsu zu geben!

Es geht darum, seine eigene Mitte zu finden, zu spüren und zu stärken. Sich zu zentrieren und wahrzunehmen. Der Fokus liegt auf unserem Bewusstsein, der Achtsamkeit und dem Respekt, nicht nur den Mitmenschen sondern auch sich selbst gegenüber. Was tut mir gut, jetzt, in diesem Moment, wie kann ich jetzt am besten für mich sorgen. Immer wieder aufmerksam sein, sich seiner selbst bewusst werden. Seine eigenen Grenzen wahrnehmen, die Grenzen anderer wahrnehmen und respektieren. In den Kontakt mit dem Partner gehen und trotzdem die eigene Mitte bewahren.