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DR. MED. KURT FONTHEIM

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Psychische Störungen im höheren Lebensalter

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Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Im Jahr 2050 wird jeder dritte Deutsche älter als 60 Jahre und etwa die Hälfte der Bevölkerung älter als 48 Jahre alt sein. In Niedersachsen leben derzeit 1,5 Millionen Menschen, die ein Alter von 65 Jahren oder mehr erreicht haben. In den nächsten 10 Jahren wird diese Altersgruppe auf ca. 1,8 Millionen Menschen anwachsen. Angesichts dieser demografischen Entwicklung mit einem steigenden Anteil von Menschen im höheren Lebensalter und einer Zunahme der Lebenserwartung ist mit einem überproportionalen Anstieg gerontopsychiatrischer Erkrankungen zu rechnen.

Psychiatrische Erkrankungen in höherem Lebensalter sind häufig. Ca. 30 % der über 65jährigen entwickeln im Laufe eines Jahres eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung. Die häufigsten Erkrankungen sind:

  • affektive Störungen ( z. B. Depression)
  • Angsterkrankungen ( z. B. generalisierte Angststörung, Panikstörung)
  • Demenzen ( z. B. Demenz vom Alzheimer Typ)
  • durch internistische oder neuropsychiatrische Erkrankungen bedingte Psychosen (z.B. bei Morbus Parkinson, durch Schlaganfall)
  • pharmakologisch bedingte Psychosen ( z. B. Delir bei Polypharmazie)
  •  Suchterkrankungen (z.B. durch Beruhigungsmittel, Alkohol).

Therapie, Verlauf und Prognose dieser Erkrankungen sind beim alten Menschen zum Teil erheblich verschieden von jüngeren Menschen und erfordern spezielle medizinische und pflegerische Kenntnisse sowie eine besondere psychosoziale Betreuung und spezialisierte Versorgungseinrichtungen.

Ein häufiges Symptom gerontopsychiatrischer Erkrankungen ist die Einschränkung sogenannter kognitiver Funktionen (z. B. Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis). Erkrankungen, die mit kognitiven Störungen einhergehen, z. B. Demenzen vom Alzheimer Typ, treten auch bereits vor dem 60. Lebensjahr auf. Die Differentialdiagnose früh auftretender demenzieller Erkrankungen erfordert ebenfalls differenzierte klinische und  neuropsychologische Kenntnisse, die nur in gut ausgebildeten und hoch spezialisierten Einrichtungen vorgehalten werden können.

Die besondere Rolle der Demenzen

Vor allen demenzielle Erkrankungen stellen besondere Herausforderungen in der Versorgung dar. Bereits heute macht der hohe und lange Pflegeaufwand die Alzheimersche Erkrankung zu einer der teuersten Krankheiten.

Derzeit sind 1,5 bis 1,7 Millionen Menschen in Deutschland an Demenzen erkrankt, ca. 70% an einer Demenz vom Alzheimer Typ; Dies entspricht ca. 1-1,2 Millionen Menschen. Die Prävalenz der Demenz vom Alzheimer Typ beträgt ca. 2-3% bei 60jährigen und verdoppelt sich in etwa alle fünf weiteren Lebensjahre. Dies bedeutet, dass sie bei 75jährigen bei ca. 20% liegt. Die erwartete Zunahme der Alzheimerschen Erkrankung wird die sozialen Sicherungssysteme bedrohen, und es werden deutlich mehr Pflegeplätze und Pflegepersonal gebraucht werden.

Seit dem Jahr 2008 existiert an unserer Klinik ein Gerontopsychiatrisches Zentrum (GPZ), das sich weiter kontinuierlich im Aufbau befindet. Im Gerontopsychiatrischen Zentrum sind alle Einrichtungen und Angebote gesammelt und koordiniert, die der Diagnostik und Behandlung älterer Menschen mit psychischen Störungen oder von Menschen mit Konzentrations- und Gedächtnisstörungen dienen.

Unser Angebot im Überblick: